Das Physik-Studium…

Unendliche Weiten. Und gnadenlos tiefe Abgründe, meistens in Form von Mathematik.

Erwartete man physikalische Versuche ohne Ende, erlebt man vorwiegend trockene Mathematik. Lineare Algebra gefolgt von Analysis und kurz darauf physikalische Rechenmethoden. Letzteres hat jede Menge mit Vektoranalysis zu tun. Nun ja, nach einigen Wochen konnte man sich daran gewöhnen. Und irgendwie gibt es interessante Aspekte.

In den wenigen Physik-Stunden erlebt man allerdings viele wunderbare Versuche. Was man in der Schule in Animationen erahnen musste, erlebt man hautnah. Es wird ein mächtiger Aufwand betrieben, um den Naturgesetzen auf die Spur zu kommen. Im Grundpraktikum hat der angehende Physiker (manchmal auch Pfüsiker) selbst Hand anzulegen. Aber auch hier gilt: Die gründliche Vorbereitung und Durchführung mit dem Partner ist Grundvoraussetzung. Von der elementaren Mechanik bis zur Kernphysik (mit Strahlenschutz etc.) ist ein reiches Angebot vorhanden. Die Betreuer achten besonders auf detaillierte Vorbereitung und fachgerechte Dokumentation, fliegende Blätter und Unsauberkeiten sind absolut tabu.

Bleibt als Letztes noch das Nicht-Physikalische-Nebenfach, die Bandbreite reicht von Geowissenschaften über Philosophie, bis hin zur Informatik (eigentlich alles, was die Universität zu bieten hat). Damit ist der Stundenplan satt gefüllt und bei gründlicher Vor- und Nacharbeit des Unterrichts, bleibt kaum Zeit für andere Aktivitäten.

Im Grunde sollte der Physik-Student ein gutes Maß Leidensfähigkeit und Idealismus mitbringen. Aber ist das bei anderen Studiengängen nicht genauso?