Professionalität

Da sind sie wieder, die "professionellen" Homepage-Gestalter! Sie meinen, wenn eine Site nett aussieht, die Flash-Applikation läuft und etwas Text eingesetzt ist, vielleicht mit einem provokanten Spruch oder einer aufgemotzten Historie gewürzt, dann zeuge dies von Professionalität.

Aus meiner Erfahrung muss ich sagen (ich gestehe, dass ich anfangs anders dachte), das Kriterium der Professionalität kann nicht vom Schöpfer eines IN-Auftrittes beurteilt werden, sondern ausschließlich von den zwei wichtigsten Partnern, den Nutzern. Da ist auf der einen Seite der Besucher, der die Seiten einfach bedienen und seinen Bedarf an Infotainment gedeckt sehen will und auf der anderen, der Inhaber des Auftrittes, der in vielen Fällen nicht mit dem Gestalter identisch ist. Er, als Einzelperson oder - man denke an Firmen, Vereine und Organisationen - als Gruppe, möchte seinen Auftritt bezüglich der Inhalte aktuell und informativ halten, ohne jedes Mal einen "Profi" zu bemühen, der unnötige Kosten und Zeitverzug verursacht.

Daher wird der professionelle Gestalter genötigt, neue Wege zu gehen, was vorwiegend die Benutzung eines Content-Management-Systemes (CMS) bedeutet. Bei einem solchen System werden die Steuer- und Grafikmodule vom reinen Inhalt abgetrennt, der Programmierer erstellt also das Gerüst und überlässt den Inhalt (Content) den Leuten, die sich damit auskennen und für die der Nutzen der Homepage evident ist. Professionalität wächst - im besten Fall - mit der Erfahrung und ist der Silberstreif am Horizont. Sie stellt die Benutzer, nicht aber den "Macher" in den Focus.

Nach intensiver Recherche habe ich mich für das System Typo3 entschieden.
Hier ist - bedingt durch die Funktionsvielfalt - der Aufwand für die Grundgestaltung, ebenso wie der Bedarf an Serverleistung, sehr hoch, allerdings spüren davon beide Nutzergruppen absolut nichts. Explizite Berechtigungen und die serverbasierten Applikationen, ermöglichen redaktionelles Arbeiten, wie das Anfügen, Ändern und Löschen von Inhalten (Bilder, Tabellen, Dokumente) weltweit, von jedem Internetanschluss aus, ohne lokale Spezialsoftware, unkompliziert und effizient.

Typo3 hat eine endlos lange Referenzliste und ist kostenlos verfügbar, da es der GNU/GPL Open Source unterliegt, allerdings ist für den Programmierer eine sehr intensive und unter Umständen teure Schulung notwendig, ebenso wie eine aufwändige Installation.