Aräometer

"Heureka! Ich hab's gefunden!", so die (zugesprochenen) Worte Archimedes. In diesem Fall hat er uns geholfen, die Dichte von Flüssigkeiten relativ zu bestimmen.

"Die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ist genau so groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums."

Der Effekt, welcher hier ausgenutzt wird heißt "Archimedisches Prinzip". Er ist nicht nur wegen seiner Geschichte mit der angeblichen Goldkrone bekannt, sondern auch wegen der Schifffahrt.

Hier eine kurze Erklärung: Ursache für den Auftrieb von in Fluiden (Flüssigkeiten) getauchten Körpern ist der Druckunterschied zwischen den Kanten des Körpers. Die Kräfte, die auf die rechte Kante wirken, heben sich mit denen der linken auf, nicht aber die Kräfte, welche auf die obere und untere Kante wirken. Systeme sind bestrebt ein Gleichgewicht zu etablieren, deswegen treibt ein Körper solange auf, bis sich die einwirkenden Kräfte ausgeglichen haben.

Der Bau eines eigenen Dichtemessers, auch Aräometer genannt, ist nicht schwer. Eine einseitig geschlossene Röhre wird mit einem Gewicht versehen. Als Idealgewicht stellen sich eine oder mehrere Cent-Münzen dar. Diese Münzen müssen im Boden dieser Röhre festgeklebt werden. Die offene Seite wird anschließend durch Isolierband versiegelt. Um relative Angaben, also diese Flüssigkeit hat eine höhere Dichte als eine andere Vergleichsflüssigkeit, zu treffen, benötigt man eine Skala. Ein 10 Zentimeter langer Millimeterpapierstreifen reicht hierfür völlig aus. Fertig ist der eigene Dichtemesser, auf dem Bild zu sehen.

Die Kalibrierung ist denkbar einfach. Welche Vergleichsflüssigkeit ist zur Hand? - Wasser. Man taucht das Aräometer in ein Wasserglas. Beachte, je nach Größe des Gewichts muss das Glas größer oder kleiner sein.

Anwendungsbeispiel: Die Bestimmung des Zuckergehaltes beim Bierbrauen!

Dichtemesser
Dichtemesser
Dichtemesser im Glas
Dichtemesser im Glas