Auf ein Wort

Inhalt dieser Seite:

… neue Türen …

Man möge sich an die Worte unten erinnern: „Erfahrungsgemäß wird sich schon eine Tür schließen und eine andere auftun – hoffentlich eine mit einem schönen Ausblick!“

Im Endspurt zur Promotion, die angestrebte drei-Jahres-Frist war sportlich und damit meine ich wirklich sportlich von mir angesetzt, war besagte Tür wieder einmal in Sichtweite. Es schien als würde der Zug des Lebens erstmalig in einem Bahnhof enden und ich war mir ziemlich sicher, diesmal aktiv eine neue Stecke suchen und finden zu müssen. Also bewarb ich mich trotz knapper Zeit für 3 handverlesene Stellen, ohne dabei mein eigentliches Ziel, die Prüfung aller Prüfungen, aus den Augen zu verlieren. Dank meines Professors war ich für 3 Wochen in Columbus, Ohio zwecks finaler Studien, als ich einen Anruf vom Leiter des physikalischen Instituts der UC Berkeley erhielt. Ich solle mich für eine Postdoc-Stelle an seinem Institut bewerben, indem ich, sofort und auf der Stelle telefonisch einen wissenschaftlichen Talk mit anschließender Fragerunde, halten sollte, seine Kollegen wären schon im Raum, also kein (für ihn) großes Problem. Gut, wissenschaftliche Talks hatte ich schon oft gehalten, Englisch ist sowieso die Umgangssprache in meinem Fach, aber quasi aus der Hüfte per Skype, ohne Vorbereitung? Es ist völlig klar, sowas funktioniert nicht, keine Chance! Jedenfalls nach geraumer Zeit hörte ich mich nur noch Fragen zum Thema beantworten, als wäre ich ein Zuschauer und hörte dann schließlich: „Hey Christian, good talk!"

Nee, oder? Gibt es sowas? Es gibt! Ich sage nur: Bay of San Francisco, Berkeley die Stadt gegenüber mit Blick auf die Golden Gate Bridge, Alcatraz und dem ganzen Rest.

… Promotion bestanden, eine Woche später in Berkeley angekommen, eine Tür geschlossen, eine neue geöffnet und – was soll ich sagen – der Ausblick ist wirklich schön! Wie wird es bei der nächsten sein?

Das Graduiertenprogramm

Ursprünglich dachte ich, die Einrichtung „Jugend forscht“ sei auf die Wettbewerbe begrenzt. Mit dem Begriff: Alumni, konnte ich so rein gar nichts anfangen. Nun, unverhofft kommt oft, diesmal in Form einer Einladung zur Teilnahme am DLR Graduierten Programm. Ok, hinter DLR verbirgt sich das „Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt“, aber was ist ein „Graduierten Programm“ und wie steht das in Verbindung zu „Jugend forscht“? Da der zeitliche Aufwand für meine Promotion, sagen wir mal vorsichtig, erheblich war, konnte ich mir eine zusätzliche Beschäftigung sowieso nicht vorstellen.

Nun gut, ich sagte mit voller Naivität zu und traf eine meiner besten Entscheidungen bislang. Wie sich herausstellte, kooperiert die Stiftung „Jugend forscht mit der DLR um Doktoranden mit entsprechendem Alumni-Status, über die Promotion hinaus zu fördern.

Mit dem Graduierten Programm bietet die DLR den dort beschäftigten Doktoranden die Möglichkeit, wichtige zusätzliche Fähigkeiten, Softskills, zu erwerben. Von Zeit- und Projektmanagement über Sprech- und Vortragstechnik bis hin zum Erwerb von Drittmitteln wird einem da so ziemlich alles geboten. Also Fähigkeiten, die zwar dringend benötigt, aber an der Universität kaum vermittelt werden. Erwähnen muss ich, dass die einzelnen Kurse von externen, hochkarätigen Dozenten abgehalten werden, die allesamt auf höchstem Niveau in Wirtschaft und Industrie tätig sind.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender, Aspekt dabei ist die Begegnung und der Erfahrungsaustausch mit Kollegen der unterschiedlichsten Fachrichtungen, ob nun experimentell oder theoretisch angesiedelt. Das erweitert den eigenen Horizont, also den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand, erheblich. Was auch immer, ich habe viel gelernt und spüre sehr oft, wie mir das Erlernte bei meiner Arbeit und den damit verbundenen Vorträgen hilft.

Eben eine meiner besten Entscheidungen bislang!

Selfie

Selfie…Neulich im Urlaub auf ca. 1400 m Höhe beim Aufstieg, konnte man erleben wie ein einsamer, jüngerer Wanderer während seines Abstiegs, jeweils nach etwa 50m kurz anhielt, einen Stock noch vorne streckte, sich in Positur warf, den Stock umdrehte, einen Gegenstand intensiv anschaute und daran herumfingerte. Näher betrachtet handelte es sich um ein Smartphone welches an einem Selfie-Stick genannten Stabs befestigt war.

Also alle paar Meter, sozusagen von Baum zu Baum, fertigte besagter Wanderer ein Bild von sich. Im Anbetracht knapper Speicher kann man wohl davon ausgehen, dass die Bilder auch an mehr oder weniger interessierte Bekannte weitergeleitet wurden. In diesem Zusammenhang bekommt der Begriff „Follower“ eine ganz besondere Bedeutung.

Wie soll man das alles verstehen? Wie sind die Bilder betitelt? Toller Typ mit Baum vor Gebirgslandschaft Teil 1, toller Typ mit Baum vor Gebirgslandschaft Teil 2 bis toller Typ mit Baum vor Gebirgslandschaft Teil n. Aber wer interessiert sich für solche Bilder? Vielleicht der traute Freundeskreis, permanent vor einem Großbildschirm versammelt, oder doch jeder für sich vor einem Smartphone? Werden die Bilder möglicherweise gar nicht beachtet und füllen nur irgendwelche Datenbänke? Respekteinflößend ist, jedenfalls die UMTS-Ausleuchtung in Österreich, wo es selbst auf der kleinsten Alm eine hervorragende Verbindung gibt, das Selbstwertgefühl des Wanderers, als auch seine Fähigkeit, in unwegsamen Gelände fotografierend bergab zu laufen, ohne auf die Nase, beziehungsweise sein Smartphone zu fallen.

Irgendwie hatte man das Bild von Neil Armstrong anlässlich seiner Mondlandung im Kopf. Aber da damals die Kamera meines Wissens am Anzug befestigt war, kann man sicherlich nicht von einem Selfie ausgehen. Oder die Bilder von Reinhold Messnern auf irgendeinem Achtausender im Himalaya. Das waren garantiert Selfies-„Alleinbesteigung!“ ist doch klar. Die machten auch richtig Sinn. Damit war der unwiderlegbare Beweis erbracht, für die Menschheit und die Sponsoren, dass er wirklich oben war. Nun kann man 1400m Seehöhe nicht gerade mit dem Mount Everest vergleichen und Sponsorengelder gibt es für Spaziergänger garantiert auch nicht. Also bleibt die Sinnhaftigkeit weiter im Dunklen. Erschreckend ist nur der Gedanke an die vielen, vielen Selfie-Sticks die heutzutage in jedem Supermarkt wohlfeil angeboten werden, denn hinter (fast) jedem ausgestreckten Exemplar steht jemand der seine Selbstportraits in die weite Welt verschickt. Unlängst konnte man sogar von einem Selfie-Affen lesen. Die Botschaft lautet: Schickt den Kram wohin Ihr wollt, bitte nicht an …

… neue Türen

Verflixte Kiste! Bachelor nebst Master sind geschafft und schon wieder ist eine Tür geschlossen. Wann und wie geht es weiter? Bislang war der Weg irgendwie vorgezeichnet, praktisch auf Eisenbahnschienen, vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss. In einer angenehmen Forschungsgruppe durfte man sich einige Jahre nach Herzenslust austoben und internationale Luft schnuppern.

Aber was kommt danach? Der Abgrund oder vielleicht doch das große Geld vom dem man gelegentlich hört? Glücklicherweise geschehen noch Zeichen und Wunder und sowohl das eine als auch das andere bleibt einem zunächst erspart, als würde die Münze nach dem Wurf auf dem Rand stehen bleiben. Ein freundlicher Professor bietet eine zusätzlich Ehrenrunde auf dem Campus in der alten Gruppe an. Keine Frage, da greift man gerne zu und kann sich weiter austoben. Die internationale Luft wird realer, da Aufenthalte vor Ort die üblichen Web-Konferenzen ergänzen, aber davon vielleicht ein anderes Mal mehr.

Also die nächste Tür ist geöffnet und die Reise geht weiter. War es die richtige Entscheidung am Lehrstuhl zu bleiben? Die Zukunft wird es weisen, gewiss ist es eine hervorragende Chance, die es zu nutzen gilt und das Gefühl, etwas erreichen zu können, hat einen gewissen Charme. Das große Geld, Ruhm und Ehre werden wohl warten müssen, wenn es so etwas überhaupt gibt. Erfahrungsgemäß wird sich schon eine Tür schließen und eine andere auftun – hoffentlich eine mit einem schönen Ausblick!

Unsere Feuerwehr, oder Respekt vor der Frau/dem Mann mit dem leuchtenden Helm!

Wie auch immer, sollte man den Feuerwehr-Grundlehrgang absolvieren. Feuerlöschen, ein Vorgang mit dem sich der Normalbürger nur sporadisch und dann nur oberflächlich beschäftigt, wird auf einmal zu einer virtuosen, komplexen Angelegenheit. Feuer ist nicht gleich Feuer und jeder Brand verlangt nach seiner eigenen professionellen Bekämpfung.

Der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau als Mitglied einer kameradschaftlich organisierten Truppe, muss genau wissen, was er macht. Sein Leben, das seiner Kameraden und das der Menschen, die er retten will, hängen unmittelbar von seinen Entscheidungen ab. Das Vertrauen der Retter untereinander ist evident, ständiges Üben und Weiterbildung (auch in der Ersten Hilfe) sind, neben den Einsätzen, sehr zeitintensiv. Man wundert sich, dass so viele Menschen bereit sind, diesen Aufwand zu betreiben. Körperliche Kraftanstrengungen sind an der Tagesordnung: Ein B-Strahlrohr muss (ohne Stützkrümmer) von mindestens drei Feuerwehrangehörigen gehalten werden (ohne Mundstück fließen pro Minute und bei 5 bar 800 Liter).

Der Feuerwehrschutzanzug als Teil der Mindestausrüstung ist wasserabweisend, hitzebeständig, aber dafür unbequem und extrem schweißtreibend. Kommt noch schwerer Atemschutz hinzu, sind die Strapazen kaum vorstellbar. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich viele Frauen völlig (!) freiwillig (keine Wehrdienstpflicht) diesen Mühen unterziehen. Egal, was andere denken, man sollte diesen Mitmenschen großen Respekt zollen und ihre Arbeit als nicht selbstverständliche Notwendigkeit ansehen.

Also: Vielen Dank an die Retter mit den blauen Jacken und roten Fahrzeugen!

Das Physik-Studium…

Unendliche Weiten. Und gnadenlos tiefe Abgründe, meistens in Form von Mathematik.

Erwartete man physikalische Versuche ohne Ende, erlebt man vorwiegend trockene Mathematik. Lineare Algebra gefolgt von Analysis und kurz darauf physikalische Rechenmethoden. Letzteres hat jede Menge mit Vektoranalysis zu tun. Nun ja, nach einigen Wochen konnte man sich daran gewöhnen. Und irgendwie gibt es interessante Aspekte.

In den wenigen Physik-Stunden erlebt man allerdings viele wunderbare Versuche. Was man in der Schule in Animationen erahnen musste, erlebt man hautnah. Es wird ein mächtiger Aufwand betrieben, um den Naturgesetzen auf die Spur zu kommen. Im Grundpraktikum hat der angehende Physiker (manchmal auch Pfüsiker) selbst Hand anzulegen. Aber auch hier gilt: Die gründliche Vorbereitung und Durchführung mit dem Partner ist Grundvoraussetzung. Von der elementaren Mechanik bis zur Kernphysik (mit Strahlenschutz etc.) ist ein reiches Angebot vorhanden. Die Betreuer achten besonders auf detaillierte Vorbereitung und fachgerechte Dokumentation, fliegende Blätter und Unsauberkeiten sind absolut tabu.

Bleibt als Letztes noch das Nicht-Physikalische-Nebenfach, die Bandbreite reicht von Geowissenschaften über Philosophie, bis hin zur Informatik (eigentlich alles, was die Universität zu bieten hat). Damit ist der Stundenplan satt gefüllt und bei gründlicher Vor- und Nacharbeit des Unterrichts, bleibt kaum Zeit für andere Aktivitäten.

Im Grunde sollte der Physik-Student ein gutes Maß Leidensfähigkeit und Idealismus mitbringen. Aber ist das bei anderen Studiengängen nicht genauso?

Über geöffnete und geschlossene Türen

Auch wenn sich der Autor praktisch kaum noch erinnert, muss es doch so gewesen sein: In den letzten Kindergartenwochen langweilte er sich und wollte unbedingt in die Grundschule, es sei da alles viel besser und interessanter. Es muss so gewesen sein, denn am Ende der Grundschule wiederholte sich der Vorgang, also - Langeweile, Neugier und ein gewisser Tatendrang.

Selbstverständlich darf nicht der Dämpfer verschwiegen werden, der den besagten Tatendrang jeweils in überschaubare Dimensionen komprimierte. Nun, nach 13 Jahren gelebter Schulkultur, mit einem guten Abitur in der Tasche, steht man wieder vor der geöffneten Lebenstür und versucht vorsichtig, einen schnellen Überblick auf das, was vor einem liegt zu erhaschen. Dennoch, die Zukunft, eben der Bereich hinter der besagten Tür, liegt im Dunst. So vermischen sich die unterschiedlichsten Emotionen: Bedauern über den Verlust bekannter Strukturen, verbunden mit abgrundtiefer Ungewissheit einerseits und Neugier nebst Lust auf neuen Input andererseits. Nebenbei kommt auch der Gedanke an das vergrößerte Verantwortungspotential, vom Führen von Kraftfahrzeugen, bis zum eigenständigen Organisieren des Studiums, ist man zunehmend auf sich selbst gestellt, eben sich selbst und anderen verantwortlich.

Letztlich gewinnt man Trost und Zuversicht aus Kindergarten und Grundschule. War der Wechsel damals nicht ähnlich schwierig? Hätte man jemals gedacht, das Abitur zu schaffen? Egal, wie auch immer. Das Leben geht weiter und die Chancen sind besser als durchschnittlich. Es warten neue Leute, Erfahrung, Niederlagen und Erfolge, das scheint soweit sicher …

Die optimale Abivorbereitung

Am Urlaubsort in den Sommerferien, den letzten vor der Abiturprüfung, in der Tasche Bücher, Notizen, Formelsammlungen, also der ganze Kram, der zum gewissenhaften Lernen notwendig ist. Hörte man von älteren Jahrgängen, man habe zu spät mit den Vorbereitungen angefangen, so soll es mir nicht ergehen – niemals!

Also, oberste Priorität – sofort und unverzüglich mit Pauken anfangen, gemäß dem Motto der Latwergekocherinnen: „vorne gerührt, brennt hinten nicht an“, um eine gute Prüfung hinzulegen. Aber sagte nicht Guareschi, sein enormer Erfolg basiere alleinig auf der Tatsache, dass er Dinge immer so lange wie möglich hinausgezögert habe? Gut, Erfolg möchte ich auch haben, also fange ich wohl besser morgen an.

Tags darauf fällt mir ein, ohne Plan macht das Lernen ja überhaupt keinen Sinn. Also muss ein Konzept her. Darüber denke ich dann die nächsten Wochen intensiv bei entspannenden Beschäftigungen, wie Fotografieren, in der Gegend herumfahren und Besichtigungen nach. Ein Schritt in die richtige Richtung wie ich denke, der Anfang ist getan.

Wieder zu Hause finde ich es angebracht die Tätigkeit des Lernens, die ich schnellstens aufzunehmen gedenke, durch den Kauf einiger Kilo Fachliteratur zu unterstützen. Abends merke ich, es ist gar nicht so einfach die ganzen Bücher unter das Kopfkissen zu packen.

Eine Woche später kaufe ich noch einige Formel- und vor allem Aufgabensammlungen. Es wäre doch schade, wenn man nicht genügend Übungsmaterial hätte. Zur Sicherheit wird dieses Material griffbereit unter dem Nachttisch verstaut, der wackelte sowieso. Irgendein Fachmann weist auf die Möglichkeit des Einbringens einer besonderen Lernleistung hin. Zehntägiges Nachdenken bringt mich zum Schluss, dass ich wegen des vielen beabsichtigten Lernens, eine solche Leistung nicht erbringen kann. Soweit so gut, zwei Monate vor der ersten Prüfung setze ich mich an meinen Schreibtisch und verrichte die letzten äußerst wichtigen Vorbereitungen. Nachdem alle Kugelschreiberminen erneuert, die Tinte frisch gefüllt und alle Bleistifte gespitzt sind, stecke ich noch neue Minen in die Druckbleistifte – was sein muss, muss sein, da bin ich akribisch! Es wäre katastrophal, wenn der Lernfortschritt durch den geringsten Materialmangel gefährdet wäre.

Nun, einen Monat vorher wird die Sache brenzlig: Noch nichts, aber absolut nichts gelernt – da muss dringend etwas getan werden! Ich studiere mein Telefonverzeichnis und suche Einen, der so richtig gut ist. Am besten jemand mit Freund oder Freundin, der/die kann dann das Handy nicht abschalten. Der/Die soll dann gefälligst mehr tun und mir dann sein/ihr Wissen in Form eines Direkttransfers – mittels Telefon oder so – zukommen lassen. Das ist es! Doch wie ich höre soll das Abschreiben in der schriftlichen Prüfung nahezu unmöglich sein, von der mündlichen ganz zu schweigen! Hm, guter Rat ist teuer, ich denke ich muss aktiv an das Problem rangehen, mehr Bücher unter das Kopfkissen legen und neueste CIA-Technik bezüglich geheimer Kommunikation kaufen, auf N24 kriegt man die tollsten Sachen gezeigt. Apropos kaufen – sind Lehrer bestechlich zum Beispiel mit Sachertorte und Pizza oder soll man sie lieber erpressen: „Geben Sie mir eine gute Note sonst geht die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer zu Bruch, ha ha ha (grimmiges Lachen muss noch geübt werden)!“ Aber sind da nicht die vielen Teetrinker, die im Zeitalter des Tauchsieders nicht mit zerstörten Kaffeemaschinen zu erpressen sind? Okay! Ich muss mich konzentrieren und nach neuen Lösungen suchen, ich weiß, dass ich sie finden werde. 13 Jahre Erfahrung im Abschreiben können nicht umsonst gewesen sein!

Eins ist klar, wer gute Noten haben will, der muss richtig heran klotzen, der darf sich für nichts zu schade sein. Was meint ihr? Ich soll lernen? Leute, wo bleibt da die Kompromiss- und Teamfähigkeit? TEAM – toll ein anderer macht‘s – das ist Programm, das Endergebnis von 2000 Jahren Hochkultur! Denkt daran: Lernen ist einfach, das kann jeder , da muss man nicht mittun!!!

Übrigens: ich suche noch einen Mitschüler mit guten Mathe, Physik, Deutsch und Geschichtskenntnissen, der sich freiwillig neben mich setzt. Gute Manieren und gepflegtes Äußeres sind nicht unbedingt notwendig. Bei Interesse bitte melden bei … Chiffre #55573, bei der Zeitung deines Vertrauens.

Wahlsonntag

… und wieder so ein Sonntag, genau gesagt ein Wahlsonntag, noch genauer: Hessenwahlsonntag 2009.

Das erste Mal wählen dürfen, aber kam da nicht vor einiger Zeit so ein amtliches Schreiben von der Stadt? Präzise – eine herzliche Einladung die man nicht ablehnen kann, zwecks Wahldienst. Okay, also erstmal Adrenalin ausschütten und gepflegt ärgern, so etwas befreit! Frühaufstehen unter der Woche ist man ja gewohnt, aber am Sonntag? Andererseits fühlt man sich etwas geschmeichelt von wegen „aktiver Wahrnehmung der Bürgerrechte“. Doch nach Einstein liegt bekanntlich die Wahrheit dazwischen: da waren vorwiegend nette Leute, die Arbeit war sinnvoll, man hat etwas gelernt, also kann man diesen Sonntag unter der Rubrik „deutlich besser als durchschnittlich“ verbuchen. Fazit – Dabeisein ist alles, oder?

Professionalität

Da sind sie wieder, die “professionellen” Homepage-Gestalter! Sie meinen, wenn eine Site nett aussieht, die Flash-Applikation läuft und etwas Text eingesetzt ist, vielleicht mit einem provokanten Spruch oder einer aufgemotzten Historie gewürzt, dann zeuge dies von Professionalität.

Aus meiner Erfahrung muss ich sagen (ich gestehe, dass ich anfangs anders dachte), das Kriterium der Professionalität kann nicht vom Schöpfer eines IN-Auftrittes beurteilt werden, sondern ausschließlich von den zwei wichtigsten Partnern, den Nutzern. Da ist auf der einen Seite der Besucher, der die Seiten einfach bedienen und seinen Bedarf an Infotainment gedeckt sehen will und auf der anderen, der Inhaber des Auftrittes, der in vielen Fällen nicht mit dem Gestalter identisch ist. Er, als Einzelperson oder - man denke an Firmen, Vereine und Organisationen - als Gruppe, möchte seinen Auftritt bezüglich der Inhalte aktuell und informativ halten, ohne jedes Mal einen “Profi” zu bemühen, der unnötige Kosten und Zeitverzug verursacht.

Daher wird der professionelle Gestalter genötigt, neue Wege zu gehen, was vorwiegend die Benutzung eines Content-Management-Systems (CMS) bedeutet. Bei einem solchen System werden die Steuer- und Grafikmodule vom reinen Inhalt abgetrennt, der Programmierer erstellt also das Gerüst und überlässt den Inhalt (Content) den Leuten, die sich damit auskennen und für die der Nutzen der Homepage evident ist. Professionalität wächst - im besten Fall - mit der Erfahrung und ist der Silberstreif am Horizont. Sie stellt die Benutzer, nicht aber den “Macher” in den Focus.

Nach intensiver Recherche habe ich mich für das System Typo3 entschieden. Hier ist - bedingt durch die Funktionsvielfalt - der Aufwand für die Grundgestaltung, ebenso wie der Bedarf an Serverleistung, sehr hoch, allerdings spüren davon beide Nutzergruppen absolut nichts. Explizite Berechtigungen und die serverbasierten Applikationen, ermöglichen redaktionelles Arbeiten, wie das Anfügen, Ändern und Löschen von Inhalten (Bilder, Tabellen, Dokumente) weltweit, von jedem Internetanschluss aus, ohne lokale Spezialsoftware, unkompliziert und effizient.

Typo3 hat eine endlos lange Referenzliste und ist kostenlos verfügbar, da es der GNU/GPL Open Source unterliegt, allerdings ist für den Programmierer eine sehr intensive und unter Umständen teure Schulung notwendig, ebenso wie eine aufwändige Installation.

Sicherheit im Internet

Was bedeutet für uns das Internet und warum nutzen wir es so intensiv? Zunächst einmal stehen Informationen und Güter abrufbereit, ohne dass persönliche, verbale Kommunikation erforderlich wäre. Das erzeugt ein Gefühl von Anonymität und Identitätslosigkeit. Wie uns einschlägige Quellen berichten, ist nichts falscher als dieses Gefühl! Im IN ist für den Eingeweihten „fast“ alles transparent und kommerziell verwertbar, sei es allgemein durch Benutzerprofile und Marktanalysen oder speziell durch Abmahnungen und Online-Rechnungen. Sei es wie es will, wir erhalten durch gezielte Abfragen detaillierte Informationen und es liegt in unserer Hand, verantwortungsvoll damit umzugehen. Was geben wir von uns preis, welche Rechte verletzen wir und nicht zuletzt der Wahrheitsgehalt, der Wert der Informationen, sind Kriterien, die der User jederzeit kritisch hinterfragen muss.

In diesen Sinne – sei vorsichtig, jederzeit und überall!

 
© 2005-2021 Christian Drischler